Inhalt: Obwohl Besonderheiten der Sprache und Sprachpragmatik bereits bei den Erstbeschreibungen von Autismus als hochcharakteristisch aufgefasst wurden, fanden sie als Domäne autistischer Symptomatik erst mit der ICD-11 Eingang in die Klassifikationssysteme. Deshalb ist es höchste Zeit, sich des Themas „autistischer Sprache“ eingehender anzunehmen. Der Vortrag beleuchtet diese vor allem im Hinblick auf hochfunktionale Formen von Autismus, bei denen der semantische Aspekt von Sprache meist normal, wenn nicht gar sehr gut ausgeprägt ist. Der vielfältige und sehr „spezielle“ pragmatische Umgang mit Sprache, den viele Menschen mit Autismus aufweisen, wird anhand von konkreten sprachlichen Phänomenen in den Blick genommen, u.a. der Verwendung von Small-Talk, Floskeln, Ironie und Metaphern, des „Zwischen-den Zeilen-Lesen-Könnens“ und der Einbettung von Aussagen in den Kontext. Die Darstellung sprachpragmatischer Theorien soll dazu dienen, ein geeignetes verbales Instrumentarium zur Verfügung zu stellen, mit Hilfe dessen die häufigen autistisch-neurotypischen Missverständnisse in klareren Worten beschreibbar werden. Übergeordnetes Ziel ist es dabei, die „Übersetzungsarbeit“ zwischen autistischen und neurotypischen Kommunikationspartnern zu erleichtern und das gegenseitige Verständnis zu fördern.
Anmeldung bis Dienstag 31.03.2026 18 Uhr!
Ich melde mich zur Online-Veranstaltung an:
Hinweise
Ich möchte mich von der Veranstaltung abmelden:
Bitte Mailadresse angeben, die bei der Anmeldung angegeben wurde!
(Diese Angabe wird nur verwendet, um die Anmeldung zu entfernen, und wird anschließend gelöscht. Weitere Informationen siehe Datenschutzhinweise.)